AnfahrtKontaktImpressumbistum

Rund um die Kartoffel

Rund um die tolle Knolle -
das fächerübergreifende Kartoffelprojekt der 6b



Wir, die Klasse 6b, starteten unser Kartoffelprojekt Ende März mit dem Einpflanzen von Setzlingen in einem Beet auf dem Schulhof.
Wir waren auf diese Idee gekommen, da wir uns in Erdkunde bei Frau Sinzig mit dem Thema Umwelt und in NaWi bei Frau Junkers mit dem Thema Pflanzen, insbesondere der Kartoffelpflanze, beschäftigt hatten.
Zuerst wurde die Erde gelockert, dann ein Loch mit der Hand ausgehoben und schließlich durfte jeder seine eigene kleine Setzkartoffel in dem Beet vor dem Sekretariat vergraben. Danach schrieben wir unsere Namen auf kleine Plastikschilder, damit jeder seine Pflanze wiedererkennen konnte.  Im Anschluss gossen wir noch die Setzlinge. Nun waren die Pflanzen bereit zum Wachsen.

Nach zwei Wochen waren schon die ersten Blätter zu sehen. Kurz vor den Sommerferien gab es schon vereinzelt auffallend große Pflanzen, andere waren jedoch noch sehr klein. Es war für viele wie ein Wettrennen, wer wohl die größte Kartoffelpflanze hat.
Nach den Ferien war jedoch fast gar nichts mehr von den Pflanzen zu sehen: Die Blätter starben ab und lagen am Boden – das hieß, dass die Kartoffeln reif waren. Wir sagten unseren Lehrerinnen Bescheid. In der Klassenleiterstunde waren wir zwischenzeitlich mit Frau Meyer-Löwen auf die Idee gekommen, aus unseren Kartoffeln ein gemeinsames Essen zuzubereiten. Wir überlegten, was wir gerne kochen würden, und freuten uns auf den Erntetag.

Leider fiel die Ernte sehr mager aus und wir konnten nur Minikartoffeln zu Tage befördern. War der Boden nicht gut genug gewesen oder hatte es zu wenig geregnet? Hatten die Pflanzen zu wenig Sonne abbekommen? Herr Reitz machte uns aber ein Kompliment: „Ihr müsst schon sehr intelligent sein, dass eure Kartoffeln so klein ausgefallen sind.“
Unsere gemeinsames „Festessen“ konnte aber dennoch stattfinden, da auch andere aus unserer Klasse zu Hause Kartoffeln angebaut hatten und deren Ernte besser ausgefallen war.

Wir schlossen uns zu kleinen Gruppen zusammen, um zu Hause die geplanten Gerichte wie Kartoffelsalat, Chips oder Dips vorzubereiten. Frau Meyer-Löwen hatte die Küche in der JuKuWe im Kurt-Esser-Haus am Bahnhof gemietet und in der Klassenleiterstunde am vergangenen Dienstag fand dort unser Essen statt.
Während die Pellkartoffeln auf dem Herd kochten und die Kartoffelspalten im Ofen brutzelten,   stellten sich einige vor, so in einer WG zusammenzuwohnen, andere diskutierten lebhaft über die anstehenden Bundestagswahlen.  

Schließlich gab es ein abwechslungsreiches Büffet mit sehr leckeren Gerichten und obwohl es anfangs nicht so aussah, wurden alle satt.

Frau Sinzig überraschte uns dann noch mit einer positiven Nachricht: Das Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz, dem unsere Schule angehört, hat nach dem Projekt Geld für die Anschaffung von drei Hochbeeten für den Schulgarten zur Verfügung gestellt. Die nächsten Kartoffeln sollten also dicker ausfallen!



Bericht: M. Manner, K. Geil, L. Leonhardt, S. Meyer-Löwen