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An die Ränder gehen - AG "Menschen ohne Wohnung"

 

„Hinsehen, erkennen und handeln“- So lautet das Motto der Arbeitsgemeinschaft „Menschen ohne Wohnung“ (kurz MoW) des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz. Seit über 20 Jahren versorgen die Schülerinnen und Schüler der AG wohnungslose  Menschen aus Koblenz jeden Sonntag mit einem Frühstück und einem warmen Mittagessen. Da es auch zu einem glaubwürdigen Christsein gehört, die Not anderer Menschen zu erkennen und dort zu helfen, machten sich einige Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft  letzten Sonntag mit ihren Katecheten auf den Weg, dieses Projekt zu besuchen und zu unterstützen. Neben dem praktischen Helfen beim Tischdecken, beim Verteilen des Mittagessens oder beim Spülen, kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Schnell war das Eis gebrochen, die Berührungsängste verschwunden und es entstanden Gespräche. Die Wohnungslosen  erzählten den Jugendlichen von ihrem Leben auf der Straße und von ihrem früheren Leben. Auch die Firmlinge konnten von ihrer Firmvorbereitung und von ihrem Alltag einiges berichten. Auch die eine oder andre Partie „Mensch ärgere dich nicht“ wurde ausgetragen. Die selbstgemachten und mitgebrachten Salate der Firmlinge schmeckten allen besonders gut.

An diesem Sonntag wurde deutlich was „an die Ränder gehen“ konkret bedeutet und wie es funktionieren kann. Viele Eindrücke hatten die Firmlinge im Gepäck- positive und nachdenklich machende. Vielen wurde an diesem Vormittag klar, worauf es wirklich ankommt und wie viele verschiedene Lebensentwürfe es gibt und dass manche davon auch ganz unverschuldet entstehen können.Ein besonderes Dankeschön geht an die AG MoW für diesen besonderen Einsatz im Dienst der Nächstenliebe und dafür, dass wir daran teilhaben durften.



 

Timo Krämer