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Elternabend zum Thema „Berufs- und Studienorientierung“

Wie soll es nach dem Abitur weitergehen? Ausbildung oder Beruf oder beides in Form des Dualen Studiums oder doch erst ein Praktikum oder eine Zeit im Ausland?
Die Verunsicherung durch  die Vielzahl der Möglichkeiten - über 340 Ausbildungs-berufe und sogar über 10000 Studiengänge können gewählt werden - ist groß und so fühlen sich nicht wenige orientierungslos.
Um  in diesem undurchdringbar scheinenden Dschungel Richtungen aufzuzeigen, waren am 20.6. 2017 um 19 Uhr SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 und ihre Eltern zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem das Team der Arbeitsagentur - mit dabei unsere schulische Beraterin Frau Schikowski-Simons - in einem sehr klar strukturierten Vortrag die drei Hauptwege  - Ausbildung, Studium, Duales Studium - vorstellten.
Anschließend konnten die Zuhörer ihre Fragen zur Berufsfindung an ein Experten-team richten. Die Vertreter der Kammern - Frau Mesletzky von der IHK und Herr Schritz von der Handwerkskammer - wiesen auf den steigenden Anteil an Abiturientinnen und Abiturienten in den Ausbildungsberufen hin, da auch nach einer beruflichen Ausbildung weitere Karrierechancen möglich sind - etwa durch ein Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auch Herr Prolifka, der als Vertreter der Wirtschaft von seinen Erfahrungen mit Auszubildenden bei Thyssen-Krupp/Rasselstein berichtete, hob hervor, dass die praktische Erfahrungen,  wie man sie etwa durch Praktika oder auch eine Zeit im Ausland erwirbt, für die Berufs-entscheidung besonders wichtig seien. Die Studienberaterinnen der Hochschule, Frau Seeger, und der Universität, Frau Meinarz, betonten, dass es gut sei, die eigenen Interessen zu kennen. Universitäten und Hochschulen bieten häufig Schnupperstudientage an, und auch „Vorpraktika“ geben Aufschluss, ob das geplante Studium das richtige ist.
Wiederholt kam bei diesem Gespräch mit den Experten zum Ausdruck, dass der Jugendliche seine eigene Entscheidung  finden müsse, Eltern also nur unterstützend helfen können. Sich rechtzeitig mit der Frage der Berufsorientierung auseinanderzusetzen sei wichtig, denn die Entscheidungsfindung koste Zeit.
Der Präsident der Hochschule Prof. Bosselmann-Cyran, der als „Hausherr“ der Veranstaltung besonders die guten Studienmöglichkeiten an der Hochschule Koblenz vorstellte, ermunterte die Schülerinnen und Schüler wie auch die Eltern, Entscheidungen beherzt zu treffen, denn die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei so rasant, dass man vermutlich nicht den Beruf bis zum 70. Lebensjahr ausüben müsse, den man mit 18 Jahren gewählt habe. Also nur Mut!
Die Veranstaltung, die von dem Team der Schullaufbahnberater der Koblenzer Gymnasien und des Gymnasiums in Mülheim-Kärlich geplant wurde, fand in diesem Jahr im großen Hörsaal der Hochschule Koblenz statt. Jugendlichen und Eltern waren ab 17 Uhr bereits zu Führungen durch die Hochschule und zur Studien-beratung eingeladen. Bedauerlich war, dass im Vergleich zur großen Zahl der Eingeladenen nur relativ wenige Eltern und Jugendliche die Angebote der Hochschule wahrgenommen und an dem interessanten und kurzweiligen Informationsabend teilgenommen haben. http://www.bcgk.de/images/bilder_beitraege/Berufsberatung/beruf-e-17-2.jpg


Ursula Rupprecht